Bauchweh
Kindliches Bauchweh
ist ein objektiv nicht messbares Symptom: Das Kind hat eine unangenehme, schmerzhafte Empfindung im Bauch.
10% der Kinder mit Bauchweh haben eine organische Ursache. In diesen Fällen liegen neben dem Symptom Bauchschmerz noch andere Symptome vor.
Sie sollten mit ihrem Kind auf jeden Fall zum Arzt gehen, wenn zusätzlich folgende Symptome zu beobachten sind:
- Nächtliche Bauchschmerzen Spucken und Erbrechen
- Oberbauchbeschwerden (Magen)
- Schluckbeschwerden, Sodbrennen
- chronischer, nächtlicher Husten
- Untergewicht, Gewichtsabnahme (rapide) und Wachstumsstörung
- Anhaltende Durchfälle, z.T. auch blutige und schubweise mit Gewichtsverlust oder Fieberschüben
- Verstopfung (weniger als 3 Stuhlentleerungen/Wo), Blutungen aus dem After
Es gibt organische Erkrankungen die abgeklärt gehören und einer Therapie zugeführt werden müssen, da es sonst zu Organschäden kommt:
Zöliakie, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Gastro-ösophagealer Reflux, Lambliasis und anderes
Andere organische Ursachen wie Verstopfung, Malabsorptionssyndrome (Laktose, Fruktose) und Nahrungsmittelallergien bedürfen unter Umständen besonderer Ernährung/ Diät. Es kommt dabei nicht zu einer Organschädigung.
90% der Bauchschmerzen sind funktionelle Bauchschmerzen.
Dazu zählen Reizdarm 45%
> 2 Mon wiederkehrende Bauchschmerzen, abhängig von Entleerung, mit Änderung der Stuhlfrequenz und –Konsistenz)
Abdominelle Migräne 25%
über 6 Monate wiederkehrende, anfallsweise starke Bauchschmerzattacken um den Nabel von mind. 1 Std Dauer, keine Alltagsbeschäftigung möglich, mit 2 oder mehreren anderen Symptomen: reduzierter Appetit, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Blässe)
Funktionelle Dyspepsie 10%
Völlegefühl nach dem Essen, Brennen im Oberbauch, rasche Sättigung (wenn Reflux-Krankheit ausgeschlossen)
Funktionelle Bauchschmerzen sind nicht „anderswo“ einzuordnen
Funktionelle Störung heißt: es kommt nicht zu Organschäden