Schreibaby

Alle Babys schreien gelegentlich, wenn sie sich nicht wohl fühlen, z.B. die Windel voll haben, Hunger haben, aber auch ohne erklärbare Ursache und das meistens in den frühen Abendstunden.

Ein Schreibaby schreit über mehr als 3 Stunden pro Tag

an mehr als 3 Tagen pro Woche

über mehr als 3 Wochen .

Dieses übermäßige Schreien wird bei knapp 10% der Säuglinge in den ersten 3 Monaten beobachtet. Bei 2/3 der Kinder hört es schlagartig mit dem 4. Lebensmonat auf, bei ganz wenigen dauert es noch bis zum 6. Lebensmonat an.


Was hat man über dieses Schreien oder die 3-Monatskoliken herausgefunden?

-gestillte und Flaschenkinder sind gleich häufig getroffen

-Schreibabys gibt es auch in Naturvölkern, nicht nur in den Industrienationen

-das Herumtragen der Kinder außerhalb der Schreiattacken hat keine Einfluss auf die Dauer und Häufigkeit

-nur bei wenigen Säuglingen liegt ursächlich eine Milchunverträglichkeit, ein Säurereflux (Sodbrennen) oder eine andere Ursache vor

-Schreibabys sind gegenüber zu viel Anregung und Unruhe sehr empfindlich


Das sollten sie auf keinen Fall tun:

beruhigen Sie ihr Kind nicht mit raschen Bewegungen (Hüpfball hopsen). Diese Überreizung wirkt sich langfristig negativ aus, auch wenn Sie Ihr Kind zwischenzeitlich damit beruhigen können

Schütteln Sie Ihr Kind nie.


Versuchen Sie gelassen und ausgeglichen mit einem strukturiertem Tagesablauf, ohne dauernde Nahrungsumstellung und ohne Schulgefühle die Zeit zu überstehen.


Holen Sie sich Hilfe entweder

-als Beratungsgespräch bei uns

- bei KoKi - Koordinierungsstelle frühe Kindheit, Adresse im LINK-Bereich

-Schreiambulanz und Beratungsstellen



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